Scheinselbstständigkeit – Wasser predigen und Wein trinken

Die ÖH Uni Wien wie auch die Bundes-ÖH kritisieren in diversen Aussendungen sowie auf deren Online–Kanälen die prekären Arbeitsbedingungen „im Kapitalismus“. Zu den üblichen populistischen Parolen gesellt sich in diesem Zusammenhang durchaus berechtigte Kritik, zum Beispiel über das Problem der Scheinselbstständigkeit.

Auch im ÖH Wahlkampf kritisiert nicht zuletzt der VSSTÖ, mit seiner Spitzenkandidatin Lucia Grabetz, prekäre Arbeitsverhältnisse bei Studierendenjobs. Man scheint vergessen zu haben, dass sie in ihrer Funktion als ÖH–Vorsitzende an der Uni Wien zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ÖH mit Werkverträgen ausstattete, anstatt reguläre Dienstverträge abzuschließen. Aus diesem Grund wurden auch empfindliche Nachzahlungen in der Höhe von 209.138,67€ an die Wiener Gebietskrankenkasse fällig. „Wasser predigen und Wein trinken.“ So ist offenbar die Haltung der ÖH zum Thema Scheinselbstständigkeit. Mitglieder der ÖH Uni Wien Exekutive begründeten ihr Verhalten inoffiziell damit, dass es ja eh jeder mache, vor allem in der Privatwirtschaft. Die ÖH Uni Wien sei damit lediglich ein Opfer des Kapitalismus, ein Kind ihrer Zeit.

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